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Ratgeber Blähungen

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Blähungen
Diagnose von Blähungen

Eine Diagnose der Ursachen von Blähungen beginnt mit der Erstellung eines Ernährungstagebuches des Betroffenen. In dieses werden alle verzehrten Nahrungsmittel nach Tageszeit eingetragen, sowie die entstehenden Verdauungsprobleme. Oft kann der Betroffene bereits anhand des Tagebuches erkennen, auf welche Nahrungsmittel oder Kombinationen von Nahrungsmitteln er mit Blähungen reagiert. Gelingt es jedoch nicht, dass eine spürbare Verbesserung eintritt,  oder ergibt sich aus dem Tagebuch kein eindeutiges Bild, so sollte ein Arzt die Beschwerden näher untersuchen. Bei der Diagnose stehen dem Arzt Untersuchungsmethoden zur Verfügung, von Tests zur Lebensmittelunverträglichkeit bis hin zum Einsatz von Ultraschall oder der Computertomografie.

Diagnose von Blähungen

Blähungen belasten unseren Körper, insbesondere die Leber, die den Abtransport der anfallenden Giftstoffe übernimmt. Zur Diagnose von Blähungen empfiehlt sich die Verwendung eines Ernährungstagebuchs. In diesem werden alle Mahlzeiten und zu sich genommenen Nahrungsmittel (Getränke, Snacks) nach Tagesablauf notiert, ebenso auftretende Blähungen oder andere Verdauungsstörungen. So kann der Betroffene erkennen, nach welchen Nahrungsmitteln oder Nahrungsmittelkombinationen Blähungen erscheinen.

Ist offensichtlich, dass Blähungen nach dem Genuss bestimmter Lebensmittel erscheinen, ist es ratsam, einen Nahrungsmittelunverträglichkeitstest beim Arzt durchführen zu lassen. Es muss jedoch darauf hingewiesen werden, dass das Ergebnis der Diagnose nicht immer eindeutig ist. So kann es etwa passieren, dass keine Laktoseintoleranz diagnostiziert wird, obwohl der Betroffene laktosefreie Milch oder Sojamilch verträgt, beim Verzehr von Kuhmilch jedoch Blähungen bekommt. In einem solchen Fall kann es sein, dass die Kombination bestimmter Lebensmittel ursächlich für Blähungen ist.

Diagnose chronischer Blähungen

Leidet man häufig unter Blähungen und kommen weitere Beschwerden hinzu wie Durchfall, Verstopfungen oder Magenschmerzen, befindet sich Blut im Stuhl oder verliert ungewollt an Körpergewicht, so sollte ein Arzt konsultiert werden. Insbesondere beim ersten Gespräch mit dem Arzt über die Blähungen ist ein Ernährungstagebuch von großem Vorteil, da der Arzt diesem wichtige Informationen entnehmen kann.

Zunächst wird er den Patienten bezüglich seiner Ernährungsgewohnheiten befragen. Bei der körperlichen Untersuchung im Rahmen der Diagnose überprüft der Arzt zunächst den allgemeinen Gesundheitszustand. Er wird anschließend den Bauch abklopfen und den Darmbereich mit einem Stethoskop abhören. Im Anschluss erfolgt die äußerliche Untersuchung von Leber und Milz durch Abtasten. Auch anhand der äußeren Begutachtung der Haut, Augen und Mundschleimhaut kann der Arzt bestimmte Symptome erkennen, die ihn bei der Diagnose von Blähungen unterstützen.

Nach einer Untersuchung der Gefäß- und Nervenfunktionen erfolgen das Abhören von Herz und Lunge sowie die Messung des Blutdrucks und der Pulsfrequenz. Diese Untersuchungen werden zumeist begleitet von Laboruntersuchungen des Stuhls und des Blutes des Patienten. Häufig ist der Arzt nach diesen bereits in der Lage, eine vorläufige Diagnose hinsichtlich der Ursachen der Blähungen zu stellen, die dann durch weitere technische Untersuchungsverfahren abgesichert wird.

Bildgebende Verfahren zur Diagnose von Blähungen

So werden etwa die Organe des Oberbauches sowie die Bauchvenen mit Ultraschall (Sonografie) untersucht. Röntgenbilder des Bauches können Blähungen sowie einen Darmverschluss anzeigen. Abhängig von der vorläufigen Diagnose wird der Arzt eine Spiegelung der Speiseröhre, des Magens oder des Darms anordnen, gegebenenfalls auch die Entnahme von Gewebeproben für eine eingehende Laboruntersuchung. Benötigt er mehr Sicherheit zur Bestätigung seiner Diagnose, wird er Überprüfungen mithilfe der Computertomografie (CT), Magnetresonanztherapie (MRT) oder der Kernspintomografie anordnen.

Guido Maiwald

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Diagnose Blähungen

Eine Diagnose der Ursachen von Blähungen beginnt mit der Erstellung eines Ernährungstagebuches des Betroffenen. In dieses werden alle verzehrten Nahrungsmittel nach Tageszeit eingetragen, sowie die entstehenden Verdauungsprobleme. Oft kann der Betroffene bereits anhand des Tagebuches erkennen, auf welche Nahrungsmittel oder Kombinationen von Nahrungsmitteln er mit Blähungen reagiert. Gelingt es jedoch nicht, dass eine spürbare Verbesserung eintritt,  oder ergibt sich aus dem Tagebuch kein eindeutiges Bild, so sollte ein Arzt die Beschwerden näher untersuchen. Bei der Diagnose stehen dem Arzt Untersuchungsmethoden zur Verfügung, von Tests zur Lebensmittelunverträglichkeit bis hin zum Einsatz von Ultraschall oder der Computertomografie.

Die Entstehung von Blähungen steht meist in Verbindung mit dem Essverhalten der Betroffenen. Weißmehlprodukte, Zucker und Zuckeraustauschstoffe, blähende Lebensmittel wie Zwiebeln, Hülsenfrüchte und Kohlgemüse begünstigen die Entstehung von Blähungen. Zu hastiges Essen, mangelhaftes Zerkauen und Trinken während der Mahlzeiten stören ebenfalls die Verdauungstätigkeit. Ursächlich können aber auch Nahrungsmittelunverträglichkeiten, wie z. B. eine Laktoseintoleranz sein. Auch bestimmte Medikamente wie Schmerzmittel oder Antibiotika fördern die Entstehung. Bei chronischen Erkrankungen wie dem Reizdarmsyndrom (RDS) oder bei entzündlichen Erkrankungen des Verdauungstraktes wie etwa Morbus Crohn muss dringend ein Arzt konsultiert werden.

Verdauungsprobleme sind so alt wie die Menschheit selbst. Bereits aus dem antiken Ägypten sind uns Rezepte gegen Blähungen, Übelkeit und Verdauungsprobleme sowie die Verwendung eines Klistiers für den Darmeinlauf überliefert. Die Erfahrungen der Ägypter mündeten schließlich in der Säftelehre des Hippokrates, in der dieser davon ausging, dass Blähungen und Verstopfungen durch ein Ungleichgewicht der Körpersäfte entstehen. Bis in das 19. Jahrhundert war die Darmreinigung durch Darmspülung das häufigste Mittel gegen Verstopfungen und Blähungen.